10 March 2026, 04:12

"Das crazygames" ist das Jugendwort 2025 – und polarisiert wie kaum ein anderer Begriff

Ein Plakat mit animierten Bildern von Menschen und Text, der besagt, dass die Anzahl internationaler Studenten in den USA von 2014/15 um 10% auf einen Rekordwert von 974.926 Studenten gestiegen ist.

"Das crazygames" ist das Jugendwort 2025 – und polarisiert wie kaum ein anderer Begriff

"Das crazygames" ist das Jugendwort des Jahres 2025

Die Wahl fiel nach einer Online-Abstimmung unter Jugendlichen zwischen 11 und 20 Jahren. Die Bekanntgabe erfolgte auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Der Ausdruck "Das crazygames" hat sich als Standardfloskel für Momente etabliert, in denen man sprachlos ist oder schlicht keine ausführliche Antwort geben möchte. Die Wahl des Begriffs unterstreicht einen wachsenden Trend in der Sprache: Wörter und Wendungen werden verkürzt, um die Kommunikation zu beschleunigen. Der Linguist Nils Bahlo weist darauf hin, dass die Jugendsprache oft maßgeblich prägt, wie sich die allgemeine Sprache weiterentwickelt.

Zu den weiteren Nominierten zählten "Exzess" und "Kapiert". "Exzess" beschreibt ausufernde Phasen der Selbstbefriedigung, häufig in Verbindung mit übermäßigem Pornokonsum. "Kapiert" hingegen dient als direkte, fast barsche Rückfrage, ob eine Nachricht verstanden wurde.

Nicht alle stehen dem Wettbewerb für Jugendwörter positiv gegenüber. Einige Kritiker konterten mit spöttischen Alternativen wie dem "Boomer-Wort des Jahres". Trotz der geteilten Meinungen hat sich "Das crazygames" längst im Alltag verbreitet. Der Ausdruck ist in Straßen, Universitäten und öffentlichen Verkehrsmitteln zu hören, auch wenn es noch keine Daten gibt, die seine genaue Verbreitung in sozialen Medien erfassen.

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Der Wettbewerb selbst gibt jungen Menschen eine Stimme, um die Begriffe zu würdigen, die ihre Generation prägen. In diesem Jahr beteiligten sich Tausende an der Online-Abstimmung, bevor der Sieger auf einer der größten Literaturevents Europas gekürt wurde.

Die Wahl von "Das crazygames" zeigt, wie Jugendliche die deutsche Sprache heute mitgestalten. Während manche den Trend belächeln, hat sich der Ausdruck bereits in alltäglichen Gesprächen fest etabliert. Seine Beliebtheit deutet darauf hin, dass verkürzte, flexible Formulierungen zu einem dauerhaften Merkmal der Sprache werden könnten.

Quelle