CDU in Willich will Wohnungsbau mit Friedhofsgelände und digitalen Verfahren beschleunigen
Salvatore HarloffCDU in Willich will Wohnungsbau mit Friedhofsgelände und digitalen Verfahren beschleunigen
Die CDU-Fraktion in Willich hat eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, um den Wohnungsbau in der Stadt zu beschleunigen. Dazu gehören die Umnutzung eines großen Grundstücks, das ursprünglich für die Erweiterung eines Friedhofs vorgesehen war, sowie die Forderung nach schnelleren Baugenehmigungen. Zudem soll bis 2026 ein digitales Genehmigungsverfahren eingeführt werden.
Ein zentraler Bestandteil der CDU-Strategie ist ein 18.000 Quadratmeter großes Gelände, das einst für die Friedhofsweiterung reserviert war. Stattdessen will die Partei nun über einen städtebaulichen Vertrag dort Wohnraum schaffen. Christoph Tepper, der planungspolitische Sprecher der CDU, schlug vor, das Grundstück an einen Investor zu verkaufen – allerdings mit der Auflage, die Verkaufspreise für die späteren Wohnungen zu begrenzen.
Die Fraktion unterstützt zudem das Landesprogramm für beschleunigte Bauverfahren. Dieses ermöglicht es Kommunen, Entscheidungen zu delegieren, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Genehmigungen automatisch zu erteilen, falls innerhalb von drei Monaten keine Entscheidung getroffen wird. Tobias Pascaly, CDU-Vorstandsmitglied und Architekt, drängt darauf, dass Willich die Initiative unverzüglich umsetzt.
Um die Kosten weiter zu senken, fordert die CDU eine Überprüfung der aktuellen Bauvorschriften. Geprüft werden sollen ökologische, gestalterische, technische und energetische Standards, um das Bauen erschwinglicher zu machen. Gleichzeitig betont die Partei, dass alle Änderungen weiterhin den Anforderungen der Stadtplanung und Nachhaltigkeit gerecht werden müssen.
Falls die Vorschläge umgesetzt werden, könnte Willich Bauprojekte straffen und innerhalb von zwei Jahren digitale Genehmigungsverfahren einführen. Das umgenutzte Friedhofsgelände würde zusätzlichen Wohnraum bieten, während angepasste Regelungen die Baukosten senken könnten. Der Vorstoß der CDU reiht sich in die übergeordneten Bemühungen ein, die Wohnungsnot in der Region zu lindern.






