13 March 2026, 18:14

Bundeswehr testet Krisenkommunikation im alten NATO-Hauptquartier Mönchengladbach

Ein offenes deutsches Militärtagebuch aus dem frühen 20. Jahrhundert, gefüllt mit handgeschriebenem Text und Zahlen.

Bundeswehr testet Krisenkommunikation im alten NATO-Hauptquartier Mönchengladbach

Bundeswehr führt einwöchige Übung im ehemaligen NATO-Hauptquartier Mönchengladbach durch

Ab diesem Freitag wird die Bundeswehr eine einwöchige Ausbildungsübung im ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Mönchengladbach durchführen. Das Gelände, einst ein zentraler Stützpunkt der britischen Streitkräfte und Teil der NATO-Operationen, dient heute verschiedenen Sicherheitskräften als Trainingsstätte. Anwohner in der Umgebung müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden bestätigen, dass keine scharfe Munition eingesetzt wird.

Im Mittelpunkt der Übung steht die Erprobung von Kommunikationsfähigkeiten unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen werden an den Manövern teilnehmen. Schwerpunkte sind die Krisenkommunikation mit der Öffentlichkeit sowie die operative Koordination.

Das ehemalige JHQ umfasst eine Fläche von 471 Hektar – etwa die Größe von 660 Fußballfeldern. Seit dem Abzug der britischen Truppen im Jahr 2013 findet das Gelände gelegentlich für militärische Übungen Verwendung. Dazu zählen frühere Manöver des Landeskommandos NRW sowie der seit über 40 Jahren dort ausgetragene Internationale Militärwettkampf Mönchengladbach.

Neben der militärischen Nutzung trainieren auf dem verlassenen Gelände regelmäßig spezielle Polizeieinheiten und Katastrophenschutzteams. Auch das Technische Hilfswerk (THW) hat hier bereits Übungen abgehalten. Die Behörden versichern den Anwohnern, dass eventuelle Knallgeräusche von Platzpatronen stammen und keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehen.

Die anstehende Übung unterstreicht die fortwährende Bedeutung des Geländes als Ausbildungszentrum für Sicherheitskräfte. Da keine scharfen Schüsse abgegeben werden, zielt das Manöver darauf ab, Kommunikations- und Koordinationsfähigkeiten zu verfeinern. Der ehemalige NATO-Komplex bleibt damit ein aktiver Ort für militärische und zivile Notfallübungen.

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