20 February 2026, 16:57

Brüder vor Gericht: Illegale Vogel-Falle im Wald entdeckt und ihre rätselhaften Motive

Eine Gruppe von Greifvögeln, darunter ein Adler, sitzt auf einem Ast mit Text auf dem Papier.

Brüder vor Gericht: Illegale Vogel-Falle im Wald entdeckt und ihre rätselhaften Motive

Zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf müssen sich wegen des Vorwurfs verantworten, in einem Waldgebiet eine verbotene selbstgebaute Falle aufgestellt zu haben. Die Vorrichtung, die speziell darauf ausgelegt war, Greifvögel anzulocken und zu fangen, wurde im Januar 2024 von Tierschützern entdeckt. Nach dem Fund leitete die Polizei Ermittlungen ein, die schließlich zur Identifizierung der Verdächtigen führten.

Bei der Falle handelte es sich um eine sogenannte Krähenfalle, die bereits seit Dezember 2021 in Betrieb gewesen sein soll. Sie verfügte über eine kleine, trichterförmige Öffnung, durch die Vögel eindringen konnten, aus der sie jedoch nicht mehr entkommen konnten. Die Ermittler fanden darin Fleischreste, die als Köder für Wildtiere dienten. Als die Falle entdeckt wurde, lag in ihrer Nähe zudem der Kadaver einer Krähe.

Wildkameras, die am Tatort installiert waren, halfen den Behörden, die beiden Beschuldigten zu identifizieren: einen Jäger und seinen Bruder, einen ortsansässigen Landwirt. Der Jäger behauptete, die Falle sei nicht funktionsfähig gewesen, doch diese Aussage wurde von den Behörden als widerlegt zurückgewiesen. Berichten zufolge könnten durch die Vorrichtung in der Region Minden-Lübbecke innerhalb von zwei Jahren bis zu 15 Tiere verletzt oder getötet worden sein.

Der Landwirt äußerte sich im Januar 2024 in den Medien zu dem Fall. Unklar bleibt jedoch weiterhin das Motiv hinter der Falle. Die Ermittler konnten bislang nicht aufklären, warum die Brüder die illegale Vorrichtung aufgestellt hatten.

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Im bevorstehenden Prozess wird die Beweislage geprüft und die Beweggründe der beiden Männer geklärt. Der Fall wirft ein Licht auf die Verwendung verbotener Jagdmethoden und deren Auswirkungen auf die heimische Tierwelt. Mit dem Urteil wird sich zeigen, ob die Angeklagten nach dem Tierschutzgesetz mit Strafen rechnen müssen.