Bottrop prüft alle Kreuzungen für mehr Verkehrssicherheit nach tödlichem Unfall
Salvatore HarloffBottrop prüft alle Kreuzungen für mehr Verkehrssicherheit nach tödlichem Unfall
Die Stadt Bottrop überprüft derzeit alle ihre Straßenkreuzungen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Ziel ist es, freie Sichtverhältnisse für Autofahrer zu gewährleisten, die auf Hauptstraßen abbiegen. Dieser Schritt erfolgt nach einem tödlichen Unfall in Warendorf und soll verhindern, dass ähnliche Vorfälle in Bottrop auftreten.
Die Stadt schafft an den Kreuzungen sogenannte „Sichtdreiecke“, die ein sicheres Einfädeln aus Nebenstraßen ermöglichen sollen. Diese Dreiecke müssen je nach zulässiger Höchstgeschwindigkeit bestimmte Mindestgrößen aufweisen: 30 Meter bei Tempo 30, 50 Meter bei Tempo 40 und 70 Meter bei Tempo 50. Das Tiefbauamt Bottrop vermisst die betroffenen Bereiche und berät die Straßenverkehrsbehörde über die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen.
Priorisiert werden Kreuzungen mit hohem Verkehrsaufkommen und einer Unfallhäufigkeit in der Vergangenheit. Als erste Straße erhält die Scharnhölzstraße entsprechende Anpassungen – elf Maßnahmen sind bereits ausgeschrieben. Die Bauarbeiten sollen dort Anfang 2026 beginnen. Anschließend folgen Horster Straße und Aegidistraße nach dem gleichen Verfahren. Das Projekt orientiert sich an den deutschen Richtlinien für Straßenbau, die die Freihaltung dieser Sichtfelder vorschreiben.
Durch die Verbesserungen sollen Autofahrer den Querverkehr beim Herausfahren besser erkennen können. Die Stadt erhofft sich dadurch weniger Unfälle und eine Entschärfung möglicher Sicherheitsrisiken. Langfristig sollen alle Kreuzungen den geforderten Standards entsprechen.






