23 March 2026, 12:14

Böhmermanns skurrile Ausstellung im HKW: Satire zum Anfassen und Staunen

Ein leuchtendes, farbenfrohes Wandgemälde, das die Seite eines Gebäudes in Berlin, Deutschland, bedeckt.

Böhmermanns skurrile Ausstellung im HKW: Satire zum Anfassen und Staunen

Eine bemerkenswerte neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) eröffnet

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Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" verwandelt die Schau die Late-Night-Show von Jan Böhmermann in ein immersives, interaktives Erlebnis. Zu sehen sind skurrile Exponate – von einer Butterbüste Helmut Kohls bis hin zu Donald Trumps Haarpflegeprodukten. Ein besonderes Regelwerk: Besucher dürfen im Inneren keine Handys benutzen.

Die Ausstellung füllt den ehemaligen Kongresssaal, ein Geschenk des Nachkriegsamerikas an Deutschland aus den 1950er-Jahren. Vor dem Gebäude thront eine aufblasbare, überdimensionale Freiheitsstatue im HKW-Teich – ein Symbol für den aktuellen Zustand der US-Demokratie. Drinnen stoßen Gäste auf "Trophäen, Souvenirs und Accessoires" mit Bezug zu umstrittenen Persönlichkeiten, etwa die mit Kaninchen bestickten Handtücher von René Benko oder Trumps Haarkur unter eigenem Markenlabel.

Auf dem Dach ermöglicht eine Teleskop- und Spiegelinstallation den Blick auf Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Arbeit. Böhmermann, lässig gekleidet, führt die Besucher persönlich durch die Schau. Sein Team, die "Royal Group", kuratierte die Veranstaltung, die noch bis zum 19. Oktober zu sehen ist.

Die Regeln sind streng: Mobilgeräte sind verboten, um digitale Kopien der Exponate zu verhindern. Zwar hat Böhmermann Trump in seiner ZDF-Late-Night-Sendung oft kritisiert, doch die Ausstellung verzichtet auf offene politische Statements. Stattdessen verbindet sie Satire mit physischer Interaktion und überträgt den Ton seiner TV-Arbeit in einen dreidimensionalen Raum.

Die Schau bietet eine Mischung aus Humor, Kritik und Spektakel – ohne klassische Höhepunkte. Die Besucher legen ihre Handys an der Tür ab und tauchen direkt in die Installationen ein. "Die Möglichkeit der Irrationalität" ist täglich bis Mitte Oktober geöffnet und lädt das Publikum ein, die Grenzen zwischen Unterhaltung und Kommentar zu hinterfragen.

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