25 April 2026, 02:11

Bochumer Uni revolutioniert Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaftskonzept

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstofftyp von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bochumer Uni revolutioniert Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaftskonzept

Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion

Die Ruhr-Universität Bochum übernimmt die Federführung bei einem neuen Forschungsvorhaben, das die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher gestalten soll. Das Projekt mit dem Namen CircuPEM konzentriert sich auf die bessere Wiederverwendung von Materialien in PEM-Elektrolyseuren – einer Schlüsseltechnologie für grünen Wasserstoff. Rund 2,9 Millionen Euro an Fördergeldern stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Ziel des Vorhabens ist es, ein Kreislaufwirtschaftskonzept für die Wasserstoffbranche zu entwickeln. Durch die längere Nutzung von Komponenten und Rohstoffen sollen Abfallmengen verringert und die Abhängigkeit von teuren, umweltschädlichen Materialien reduziert werden. PEM-Elektrolyseure, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten, sind derzeit auf kritische Ressourcen angewiesen, deren Gewinnung kostspielig und belastend für die Umwelt ist.

CircuPEM läuft über drei Jahre und bindet mehrere Partner ein, darunter das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Julia Marie Vehmeyer vom HNI weist auf die Herausforderungen hin, die mit der hohen Nachfrage nach diesen kritischen Rohstoffen einhergehen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Arbeit gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Anschließend werden neue Geschäftsmodelle entwickelt und bewertet. Abschließend erarbeiten die Forscherinnen und Forscher Empfehlungen für Pilotprojekte, um die Ergebnisse unter realen Bedingungen zu testen.

Mit den 2,9 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln strebt CircuPEM an, die Umweltbelastung der Wasserstoffproduktion zu verringern. Die Projektergebnisse könnten zu einer effizienteren Nutzung von Ressourcen in PEM-Elektrolyseuren führen. Zudem könnten sie helfen, die Kosten zu senken und die Nachhaltigkeit in der gesamten Wasserstoffwirtschaft zu stärken.

Quelle