Bergisch Gladbach kämpft um ausreichende OGS-Plätze für Erstklässler ab 2026
Janin FinkeBergisch Gladbach kämpft um ausreichende OGS-Plätze für Erstklässler ab 2026
Ab 2026 haben alle Erstklässler in Bergisch Gladbach einen gesetzlichen Anspruch auf eine Offene Ganztagsschule (OGS). Doch angesichts der erwartet steigenden Nachfrage steht die Stadt vor Herausforderungen, diese Verpflichtung zu erfüllen. Aktuelle Zahlen zeigen bereits jetzt Engpässe, und an einigen Schulen fehlen für das kommende Jahr ausreichend Plätze.
In diesem Schuljahr stellt die Stadt 3.312 OGS-Plätze bereit – 160 weniger als ursprünglich geplant. Noch ist unklar, wie viele Plätze für das Schuljahr 2026/27 zur Verfügung stehen werden; die genauen Zahlen sollen erst Ende November vorliegen. Die endgültigen Zusagebescheide, einschließlich der Betreuungsplätze, erhalten die Eltern erst Ende März.
An drei Grundschulen – der GGS Heidkamp, der GGS Moitzfeld und der KGS Frankenforst – mangelt es derzeit an ausreichenden OGS-Plätzen. Hier fehlen jeweils 23, 10 und 7 Plätze. Die Stadt hat mit den Trägern Aufnahmekriterien festgelegt, um bei Übernachfrage Kinder priorisieren zu können.
Ein großes Hindernis bleibt der fehlende physische Raum für Erweiterungen. Die Stadt erfasst nicht, welche Schulen Bewerber abweisen müssen oder wie viele Familien betroffen sind. Die überarbeiteten Aufnahmebestimmungen für OGS-Plätze werden erst im Dezember veröffentlicht, was die Eltern vorerst in Ungewissheit lässt.
Der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz tritt zwar erst 2026 in Kraft, doch die Versorgungslücken sind bereits jetzt sichtbar. Einige Schulen können nicht alle Erstklässler aufnehmen, und räumliche Begrenzungen erschweren eine Ausweitung des Angebots. Eltern müssen monatelang auf Klarheit über Verfügbarkeit und Aufnahmekriterien warten.






