14 March 2026, 18:15

Bayerns Frust nach 1:1 in Leverkusen: Schiedsrichter-Fehler und VAR-Kritik dominieren

Ein Schiedsrichter in Schwarz-Weiß-Haltung hält eine rote Karte vor einer Menge von Menschen in Fußballuniformen, mit einem Zaun im Hintergrund.

"Kein Sperling": Bayern ärgerlich über Diaz-Rote Karte - Bayerns Frust nach 1:1 in Leverkusen: Schiedsrichter-Fehler und VAR-Kritik dominieren

FC Bayern München muss sich nach 1:1 in Leverkusen über Schiedsrichterentscheidungen ärgern

Das 1:1 des FC Bayern München bei Bayer Leverkusen endete mit Frust über mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. Die Partie war geprägt von zwei nicht gegebenen Toren, einer umkämpften Roten Karte und scharfer Kritik beider Mannschaften. Bayerns Torhüter Sven Ulreich stellte später die Rolle des Videobeweises bei zentralen Entscheidungen infrage.

Der erste große Streitpunkt ereignete sich in der 26. Minute, als Leverkusen-Spieler Jonathan Tah ein Tor erzielte, das jedoch nicht anerkannt wurde. Später, in der 61. Minute, wurde auch Harry Kanes Treffer für Bayern nach einer VAR-Überprüfung aberkannt – eine Entscheidung, die Trainer Vincent Kompany sichtlich verärgert zurückließ.

In der 84. Minute sah Bayerns Luis Díaz die zweite Gelbe Karte und musste damit vom Platz. Schiedsrichter Christian Dingert gab später zu, nach Sicht der Bilder falsch entschieden zu haben. Kompany nannte die Rote Karte "irrsinnig" und fügte hinzu: "Niemand im Stadion hat das verstanden." Auch Leverkusens Verteidiger Tah betonte, Díaz sei sofort wieder aufgestanden – ein Zeichen, dass er nicht theatralisch agiert habe.

Bayerns Joshua Kimmich verteidigte seinen Teamkollegen und bestritt, dass es sich um eine Schwalbe gehandelt habe: Es habe sehr wohl Kontakt mit Leverkusens Torwart Janis Blaswich gegeben. Unterdessen kritisierte Ulreich den Videobeweis als "fragwürdig" in einigen Fällen. Auch das Trainerteam des FC Bayern zeigte sich fassungslos über Díaz' Platzverweis.

Unbestritten blieb hingegen die Rote Karte für Nicolas Jackson in der 42. Minute, die ohne Diskussion Bestand hatte.

Die Partie unterstrich einmal mehr die anhaltenden Bedenken zur Konsistenz des Videobeweises in der Bundesliga. Dingerts Eingeständnis des Fehlers konnte die aufgeheizte Stimmung kaum beruhigen – beide Seiten zeigten sich unzufrieden mit dem Spielausgang. Die UEFA hatte in der Vergangenheit bereits ähnliche Kontroversen thematisiert, doch konkrete Änderungen an den Schiedsrichterrichtlinien stehen vorerst nicht an.

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