29 March 2026, 16:15

Bayerische Schule verschärft Aufsicht – doch Lehrkräfte gehen leer aus

Schüler in Schuluniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, während im Hintergrund eine Umzäunung mit einem Schuppen zu sehen ist, der mit Ballons bekrönt ist.

Bayerische Schule verschärft Aufsicht – doch Lehrkräfte gehen leer aus

Eine Schule in Bayern hat ihre Aufsichtsregeln überarbeitet, um die Sicherheit und Ordnung zu verbessern. Die Änderungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die bayerische Landesregierung neue Mittel für den Bildungsbereich ankündigt – die Schule selbst hat jedoch mehrere vorgeschlagene Maßnahmen zur Handhabung von schwierigen Schülern abgelehnt.

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Im Mittelpunkt steht die verstärkte Präsenz von Lehrkräften in den Pausen und an neuralgischen Punkten wie dem Haupteingang. Die Schule hat beschlossen, die Aufsicht durch mehr Lehrpersonal in den Pausen und am Haupteingang zu intensivieren. Verantwortliche bezeichneten die Schüleraufsicht als anspruchsvolle Aufgabe, die mit polizeilichen Pflichten vergleichbar sei. Eine zusätzliche Bezahlung für diese Mehrbelastung erhalten die Lehrkräfte jedoch nicht.

Zudem wurden mehrere vorgeschlagene Maßnahmen nicht umgesetzt. Dazu zählen der Ausschluss von Störern, ihre Umverteilung auf andere Schulen oder der Entzug des Rechts, die Schulart frei zu wählen. Auch Vorschläge wie ein generelles Handyverbot, der Einsatz von Polizeibeamten vor Ort oder sozialpsychologische Unterstützungsangebote für auffällige Schüler und ihre Familien wurden nicht weiterverfolgt. Ebenso abgelehnt wurden die Idee, Lehrkräften Taschenratgeber zur Gewaltprävention zur Verfügung zu stellen, oder zusätzliche Fortbildungstage einzuführen.

Unterdessen reagierte die bayerische Landesregierung auf Kritik an geplanten Kürzungen im Bildungsbereich. Die CSU und die Freien Wähler schlagen für 2026/2027 Mittel in Höhe von 110 Millionen Euro vor, die vor allem ländliche Regionen, Sport, digitales Lernen und Kulturprogramme fördern sollen. Eine Enquete-Kommission empfahl zudem, Bürokratie abzubauen, um Lehrkräften mehr Zeit für den Unterricht zu verschaffen.

Über alternative Maßnahmen zur Gewaltprävention an Schulen in anderen Bundesländern, etwa Nordrhein-Westfalen, liegen in den verfügbaren Quellen keine Berichte vor.

Die aktualisierten Aufsichtsregeln der Schule setzen auf eine verstärkte Präsenz von Lehrkräften in den Pausen und an stark frequentierten Bereichen. Die von der Landesregierung bereitgestellten Mittel zielen auf eine breitere Förderung des Bildungswesens ab, doch die Schule selbst verzichtet auf zusätzliche Unterstützungssysteme oder strengere disziplinarische Maßnahmen. Die Lehrkräfte werden die Aufsichtstätigkeiten weiterhin ohne zusätzliche Vergütung wahrnehmen.

Quelle