Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus rücken näher – trotz möglicher BUND-Klagen
Salvatore HarloffAtommülltransporte von Jülich nach Ahaus rücken näher – trotz möglicher BUND-Klagen
Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus könnten bald beginnen, nachdem ein Gerichtsurteil den Weg freigemacht hat. Die Umweltschutzorganisation BUND könnte zwar noch Berufung einlegen, doch selbst eine rechtliche Auseinandersetzung würde die Transporte nicht stoppen. Die Behörden in Münster haben ihre Einsatzbereitschaft bestätigt.
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hatte den Transport radioaktiven Materials in sogenannten Castor-Behältern zwischen den beiden Standorten genehmigt. Da die Behörde ihren Sitz in Berlin hat, müsste der BUND mögliche Klagen vor den dortigen Verwaltungsgerichten einreichen. Zwar könnte die Organisation gegen eine erstinstanzliche Entscheidung vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg in Berufung gehen, doch selbst dann würden die Transporte nicht ausgesetzt.
Durch das Urteil des Verwaltungsgerichts wird nun ein früherer Beginn der Transporte wahrscheinlicher. Aus Sicherheitsgründen werden jedoch keine genauen Zeitpläne veröffentlicht. Unterdessen hat die Polizei in Münster ihre Einsatzpläne finalisiert. Polizeidirektorin Alexandra Dorndorf erklärte, die Vorbereitungen seien weitgehend abgeschlossen und könnten kurzfristig aktiviert werden.
Die Transporte können selbst dann stattfinden, sollte der BUND weitere rechtliche Schritte einleiten. Die Münsteraner Polizei steht bereit, um bei Bekanntgabe der Transporttermine umgehend zu handeln. Durch laufende Berufungsverfahren werden keine Verzögerungen erwartet.






