14 March 2026, 06:29

Apotheker warnen vor Versorgungslücken durch Schließungswelle und Proteste

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" ist von Gebäuden, Strommasten, Kabeln, Werbetafeln, Topfpflanzen und Fahrzeugen auf der Straße unter einem klaren blauen Himmel umgeben.

Apotheker warnen vor Versorgungslücken durch Schließungswelle und Proteste

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem Landtagsabgeordneten Fabian Schrumpf (CDU), um über die wachsenden Sorgen im Apothekensektor zu sprechen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen finanzielle Engpässe, Kürzungen bei den Dienstleistungen und die für den 23. März geplanten Proteste.

Lohmann wies auf die steigende Zahl von Apotheken-Schließungen hin, die sowohl ländliche als auch städtische Regionen betreffen. Patienten müssten für Not- und Bereitschaftsdienste immer weitere Wege in Kauf nehmen, da die lokale Versorgung schrumpfe. Zudem betonte er die Bedeutung des Rezeptgeschäfts für das Überleben seiner Apotheke und forderte eine fairere Vergütung sowie stabile Finanzierung.

Thema waren auch die wirtschaftlichen Belastungen, darunter die feste Abgabegebühr von 8,35 Euro, die Versandapotheken durch Rabatte von bis zu 10 Euro unterbieten. Lohmann argumentierte, dass eine bessere Bezahlung helfen würde, die lokalen Dienstleistungen aufrechtzuerhalten und die Löhne des Personals zu verbessern. Schrumpf räumte ein, dass die Gebühren seit Jahren nicht angepasst wurden, und zeigte Verständnis für die geplanten Proteste.

Als Reaktion versprach Schrumpf, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen. Er erkannte die Dringlichkeit des Problems an – besonders vor dem Hintergrund, dass allein 2025 bereits 440 Apotheken schließen mussten. Beide waren sich einig, dass Handlungsbedarf besteht, um weitere Einschränkungen bei den Leistungen zu verhindern.

Das Gespräch endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Herausforderungen des Sektors anzugehen. Schrumpfs Zusage, die Sorgen auf Bundesebene zu eskalieren, folgt auf Lohmanns Warnungen vor einer Verschlechterung der Versorgungslage. Die für den 23. März geplanten Proteste dürften die Aufmerksamkeit für das Thema weiter erhöhen.

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