16 March 2026, 14:14

Anke Engelke wird zur Bahnmitarbeiterin in ihrer neuen Webserie Tina

Ein Schwarz-Weiß-Cartoon von einer Gruppe von Menschen, die vor einem Zug stehen und nach oben schauen, mit dem Text "humoristische Liste 18" auf einem Blatt Papier.

Anke Engelke wird zur Bahnmitarbeiterin in ihrer neuen Webserie Tina

Komikerin und Schauspielerin Anke Engelke hat über sechs Monate mit der Deutschen Bahn an einer neuen Webserie gearbeitet. Unter dem Titel Tina verbindet die zehnteilige Produktion Humor und Selbstironie, während sie den Arbeitsalltag von Bahnmitarbeitenden begleitet. Die ersten beiden Folgen sind nun auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens abrufbar.

Engelkes Projekt entstand während ihres Praktikums bei der Deutschen Bahn. Sie absolvierte eine Ausbildung in Logistik, begleitete Zugbegleiter und arbeitete sogar in Schichten an Bord. Dabei gewann sie direkte Einblicke in die Herausforderungen des Berufs – etwa im Umgang mit unfreundlichen Fahrgästen. Zur Vorbereitung erhielt sie Coachings, um schwierige Situationen wie verbale Angriffe oder unerwünschte körperliche Nähe zu meistern.

Auf ihren eigenen Zugreisen erlebt Engelke oft positive Reaktionen von Fahrgästen, die sie erkennen. Privat bleibt sie eine häufige Bahnnutzerin und trägt aus Sicherheitsgründen stets eine Maske. Die Idee zu Tina entwickelte sie während ihres Praktikums, als sie die Mischung aus Routine und Unvorhersehbarkeit im Berufsalltag beobachtete.

Es ist nicht Engelkes erste Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. 2022 stand sie für die Kampagne Boah, Bahn! vor der Kamera, die kurzfristig die Ticketverkäufe steigern konnte. Das Projekt wurde jedoch nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter sowie Kritik an der Werbung für die Bahn trotz anhaltender Betriebsstörungen eingestellt. Über die Auswirkungen der Kampagne auf die Arbeitsbedingungen oder die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden keine Details bekannt.

Die Serie Tina ist Engelkes neuestes kreatives Projekt jenseits der Schauspielerei. Sie spiegelt ihre Gewohnheit wider, sich intensiv in neue Rollen einzuleben – sei es als Zugbegleiterin oder Geschichtenerzählerin. Die Produktion erscheint zu einer Zeit, in der die Deutsche Bahn weiterhin mit öffentlicher Kritik an Zuverlässigkeit und Sicherheit konfrontiert ist.

Quelle