05 March 2026, 08:12

Amprion startet Vorarbeiten für neue 380-kV-Stromtrasse trotz Grundstücksstreit

Ein Plakat, das die elektrische Stadt Bergbahn in Deutschland bewirbt und Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text zeigt.

Amprion startet Vorarbeiten für neue 380-kV-Stromtrasse trotz Grundstücksstreit

Amprion GmbH erhält Zugriffsverfügungen für Vorarbeiten an neuer 380-kV-Hochspannungsleitung

Die Amprion GmbH hat behördliche Zugriffsgenehmigungen erhalten, um für Vorarbeiten an einer neuen 380-kilovolt-Freileitung privates Gelände betreten zu dürfen. Die Anordnungen, die rund 3.000 Grundstücke in sieben Gemeinden umfassen, treten am 2. März 2026 in Kraft. Sie ermöglichen dem Unternehmen, Vermessungen und Begehungen auch ohne Zustimmung der Grundstückseigentümer durchzuführen.

Die Bezirksregierung Münster hatte 2025 den bevorzugten Trassenkorridor für die Stromleitung zwischen Westerkappeln und dem Umspannwerk Gersteinwerk bestätigt. Diese Entscheidung folgte einer Prüfung der räumlichen Verträglichkeit und ökologischer Aspekte.

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Nach dem Bundesbedarfsplangesetz muss Amprion vor Baubeginn vorbereitende Arbeiten abschließen. Die Zugriffsverfügungen erlauben Tätigkeiten wie Kartierungen, Biotopdokumentationen und Geländebegehungen. Die entsprechenden Bekanntmachungen werden am 6. Februar 2025 im Amtsblatt des Kreises veröffentlicht.

Nach der Veröffentlichung plant Amprion, innerhalb von vier bis sechs Wochen einen förmlichen Antrag für das Planfeststellungsverfahren einzureichen. Die endgültige Trassenführung und die Genehmigung des Projekts stehen jedoch erst 2027 fest. Um betroffene Anwohner zu informieren, veranstaltet die Bezirksregierung am 9. Februar 2026 zwischen 16:00 und 17:00 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung.

Die Zugriffsverfügungen berechtigen Amprion ab März 2026 zum Betreten der Grundstücke für vorbereitende Erhebungen – unabhängig von der individuellen Zustimmung der Eigentümer. In den sieben betroffenen Gemeinden werden diese Arbeiten dann umgesetzt. Der nächste große Schritt, das formelle Genehmigungsverfahren, bleibt für 2027 vorgesehen.