500-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg legt Ratingens Innenstadt lahm
Salvatore Harloff500-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg legt Ratingens Innenstadt lahm
Amerikanische 500-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingens Innenstraße entdeckt
Am Montag wurde in der Innenstraße von Ratingen eine amerikanische 500-Pfund-Fliegerbombe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs freigelegt. Die Entdeckung zwang die Behörden, rund 2.300 Anwohner zu evakuieren – darunter auch Bewohner von Seniorenheimen. Während die Einsatzkräfte das Gebiet absicherten, wurde die Bombe noch am späten Abend von Sprengstoffexperten erfolgreich entschärft.
Der Blindgänger war in einem zentralen Bereich Ratingens gefunden worden, was umgehend zu Straßensperrungen führte. Abschnitte des Hauser Rings und angrenzender Straßen wurden gesperrt, während die Polizei eine Evakuierungszone einrichtete. Peter Scharf, Leiter der städtischen Krisenreaktion und der Ordnungseinheiten, koordinierte den Einsatz.
Rund 400 vertriebene Anwohner fanden im Rathaus Unterkunft, das als offizielle Notunterkunft diente. Einige ältere Personen brachen dort zusammen, erhielten jedoch vor Ort medizinische Versorgung. Unterdessen verzögerten sich die Räumungen in zwei Seniorenheimen um mehrere Stunden, was den Evakuierungsprozess zusätzlich in die Länge zog. Die Rückkehr der Bewohner in ihre Häuser war erst ab 21:25 Uhr möglich, die letzten Heimbewohner erreichten ihre Zimmer erst gegen 1:30 Uhr nachts. Das Frühstück in den Einrichtungen sollte je nach Erholungszustand der Bewohner deutlich später als üblich serviert werden.
Die Sprengstoffexperten konnten die Bombe noch am späten Montagabend unschädlich machen, woraufhin die Behörden die Sperren aufhoben und die Straßen wieder freigaben. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden, während Pflegekräfte die Mahlzeiten umplanten, um den erschöpften Bewohnern entgegenzukommen. Mittlerweile sind die Straßen in der Innenstraße wieder befahrbar, und die evakuierten Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren. Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Gefahr durch Kriegsrelikte, die noch immer unter städtischen Gebieten vergraben liegen.






