19 neue Stolpersteine in Arnsberg erinnern an 46 ermordete jüdische Opfer
Salvatore Harloff19 neue Stolpersteine in Arnsberg erinnern an 46 ermordete jüdische Opfer
Arnsberg ehrt bald 46 jüdische Opfer des Holocaust mit 19 neuen Stolpersteinen
Die kleinen Messingtafeln, die in Gehwege eingelassen werden, sollen als dauerhafte Mahnmale an die Menschen erinnern, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden. Der Künstler Gunter Demnig wird die Steine am 26. Januar 2026 persönlich verlegen – nach jahrelanger Recherche und dem Engagement lokaler Initiativen.
Den Anstoß gab eine Bürgerpetition, die am 16. Februar 2025 an die Arnsberger Stadtverwaltung gerichtet wurde. Lokale Gruppen wie der Arnsberger Heimatbund, der Heimatkreis Freiheit Hüsten und der Arbeitskreis Ortsgeschichte Oeventrop schlossen sich mit dem Heimatbund Neheim-Hüsten zusammen, um die Verlegung voranzutreiben. Ihre Recherchen, gestützt auf lokale Archive, bestätigten das Schicksal von 46 Opfern aus der Region.
Der Arnsberger Stadtrat stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die Stolpersteine werden in vier Stadtteilen verlegt: Oeventrop, Arnsberg, Hüsten und Neheim. Der erste Stein wird um 12:00 Uhr in der Kirchstraße 41 in Oeventrop gesetzt, weitere folgen an anderen Orten. Unter den Gedenkopfern ist auch Edith Grüneberg, ein siebenjähriges Mädchen, das 1942 deportiert und ermordet wurde. An der Veranstaltung beteiligen sich Schülerinnen und Schüler aus der Region; die Öffentlichkeit ist eingeladen. Die Organisatoren weisen jedoch darauf hin, dass starker Frost oder unerwartete Störungen wie Verkehrsbehinderungen oder Wetterkapriolen zu Verzögerungen führen könnten.
Die neuen Stolpersteine werden dafür sorgen, dass die Namen und Geschichten der Opfer im Arnsberger Stadtbild präsent bleiben. Jede Platte steht für ein verlorenes Leben – die Installationen sollen zu einem festen Bestandteil des historischen Gedächtnisses der Stadt werden. Das Projekt spiegelt das anhaltende Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Historikerinnen und Historikern sowie Verantwortlichen wider, die Vergangenheit für kommende Generationen zu bewahren.






