13 March 2026, 00:11

19-Jähriger kämpft für Wahlalter 16 – "Demokratie muss mehr sein als alle vier Jahre wählen"

Ein Blatt mit einer Zeichnung einer vielseitigen Gruppe von Menschen, einige sitzen und einige stehen, mit dem Text "Die demokratische Plattform" darüber.

19-Jähriger kämpft für Wahlalter 16 – "Demokratie muss mehr sein als alle vier Jahre wählen"

Jannis Auffenberg, ein 19-jähriger Student aus Bielefeld, hat bereits an mehreren Wahlen teilgenommen – doch für ihn reicht Demokratie noch lange nicht aus. Sein Argument: Alle paar Jahre eine Stimme abzugeben, sei kein echter politischer Einfluss. Jetzt setzt er sich für eine Absenkung des Wahlalters bei der nächsten Landtagswahl in Deutschland ein.

Auffenberg war bei der Europawahl 2024, der letzten Bundestagswahl und den Kommunalwahlen 2025 wahlberechtigt. Dennoch empfindet er die Stimmabgabe als bloßen Trostpreis. Sein Eindruck: Sobald Politiker gewählt sind, ignorieren sie oft die Anliegen der Bürger.

Das aktuelle Wahlalter von 18 Jahren hält er für willkürlich und fordert, es für die Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen auf 16 zu senken. Junge Menschen, so seine Überzeugung, sollten bei Entscheidungen mitreden dürfen, die ihre Zukunft prägen – besonders in Fragen wie Klimaschutz und Bildung.

Kritik übt Auffenberg auch an der Altersstruktur der Politik: Viele Abgeordnete seien zu weit von den Prioritäten junger Generationen entfernt. Er besteht darauf, dass die Stimme eines jungen Menschen genauso viel Gewicht haben sollte wie die eines langjährigen Wählers. Doch es geht ihm um mehr als nur Wahlen: Er fordert bessere politische Bildung und transparente Einblicke in Entscheidungsprozesse.

Für ihn darf Demokratie nicht auf gelegentliche Wahlgänge beschränkt bleiben. Stattdessen sollten junge Menschen in fast allen politischen und gesellschaftlichen Debatten Gehör finden.

Auffenbergs Forderung nach Veränderung konzentriert sich auf zwei Punkte: die Absenkung des Wahlalters und eine stärkere Einbindung junger Menschen in die Politik. Er will mehr als nur Wahlscheine – er will eine kontinuierliche Mitsprache bei Themen, die junge Menschen bewegen. Sein Reformvorstoß zielt darauf ab, die Demokratie inklusiver zu gestalten, noch vor der nächsten Landtagswahl.

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