06 April 2026, 18:13

16-Jähriger aus Nottuln wegen IS-Unterstützungsverdachts vorläufig festgenommen

Plakat mit der Aufschrift "Kindersklaverei ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Verdächtiger IS-Sympathisant wieder bei den Eltern - 16-Jähriger aus Nottuln wegen IS-Unterstützungsverdachts vorläufig festgenommen

Ein 16-Jähriger aus dem Münsterland wurde am Freitagabend vorläufig festgenommen, weil er im Verdacht steht, die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) zu unterstützen. Die Polizei durchsuchte das Elternhaus des Jugendlichen in Nottuln und beschlagnahmte mehrere Gegenstände, darunter ein Mobiltelefon und Attrappen von Schusswaffen. Nach einer Vernehmung wurde der Teenager wieder seinen Eltern übergeben, doch die Ermittlungen dauern an, und die Behörden bleiben wachsam.

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Der Jugendliche war in Polizeigewahrsam genommen worden, nachdem Beamte ihn mit Social-Media-Beiträgen in Verbindung gebracht hatten, in denen er angeblich den IS unterstützte. Einige der geteilten Inhalte zeigten Waffen, was Befürchtungen über extremistische Tendenzen weckte. Die Polizei durchsuchte sein Zuhause mit einem richterlichen Beschluss und sicherte ein Messer, Waffenattrappen sowie sein Handy als Beweismittel.

Trotz der schweren Vorwürfe betonten die Ermittler, dass von dem Jungen keine akute Gefahr ausgehe. Die Münsteraner Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf unterstrich das Vorgehen des Landes in solchen Fällen: mit Sensibilität, Wachsamkeit und Schnelligkeit. Nach der Befragung sahen die Behörden jedoch keine rechtliche Grundlage für eine weitere Ingewahrsamnahme.

Der Teenager wurde daraufhin seinen Eltern überstellt, wobei das Jugendamt informiert wurde. Die Ermittler für Innere Sicherheit prüfen den Fall weiterhin, um mögliche Risiken oder weitere Verbindungen zu klären.

Die Untersuchungen zu den mutmaßlichen extremistischen Kontakten des Jugendlichen laufen noch. Zwar wurden bisher keine Anklagen erhoben, doch die Behörden beobachten die Situation weiterhin genau. Der Fall zeigt die anhaltenden Bemühungen, einer möglichen Radikalisierung junger Menschen entgegenzuwirken.

Quelle