31 March 2026, 04:12

13 Millionen Deutsche leben in Einkommensarmut – wer besonders betroffen ist

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für eine Pension in Dresden, Deutschland, mit Text auf weißem Hintergrund.

13 Millionen Deutsche leben in Einkommensarmut – wer besonders betroffen ist

Über 13 Millionen Menschen in Deutschland von Einkommensarmut betroffen – bestimmte Gruppen besonders stark belastet

Aktuell leben in Deutschland mehr als 13 Millionen Menschen in Einkommensarmut, wobei bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders hart getroffen sind. Alleinerziehende, Single-Haushalte und Menschen ab 65 Jahren zählen zu den stärksten Risikogruppen. Die steigende Inflation hat die Situation für diejenigen, die bereits unter der Armutsgrenze leben, zusätzlich verschärft.

Ein aktueller Bericht zeigt, dass 15,5 Prozent der Bevölkerung – etwa 13 Millionen Menschen – von Einkommensarmut betroffen sind. Für Rentner liegt die Armutsgrenze bei einem Nettoeinkommen von 1.378 Euro pro Monat. Gleichzeitig decken die gesetzlichen Renten bei über 65-Jährigen nur noch 53 Prozent des Bruttoeinkommens ab, sodass viele nicht genug zum Leben haben.

Experten warnen, dass niedrige Löhne während des Erwerbslebens direkte Auswirkungen auf die Altersvorsorge haben. Rund 4,6 Millionen Vollzeitbeschäftigte verdienen weniger als 2.750 Euro monatlich und riskieren damit Altersarmut. Weitere 9,2 Millionen liegen mit einem Einkommen unter 3.500 Euro in einem Bereich, der später ebenfalls zu finanziellen Engpässen führen kann.

Um Altersarmut zu vermeiden, wird ein monatliches Bruttoeinkommen von etwa 3.300 Euro empfohlen. Zwar lag der durchschnittliche Vollzeitlohn 2023 bei 4.479 Euro – und damit über dieser Schwelle –, doch viele verdienen weiterhin zu wenig. Die Bundesregierung plant, die Verdienstgrenze für Minijobs 2026 anzuheben, um Rentnern mehr Spielraum zu geben, ihr Einkommen aufzubessern. Finanzberater betonen weiterhin die Bedeutung privater Altersvorsorge, um die Lücken zu schließen, die durch sinkende gesetzliche Leistungen entstehen.

Da die gesetzliche Rente immer weniger abdeckt, steht Millionen Menschen eine unsichere finanzielle Zukunft bevor. Die geplante Erhöhung der Minijob-Grenze könnte zwar etwas Entlastung bringen, doch Experten bestehen auf zusätzliche private Rücklagen. Ohne Gegenmaßnahmen bleibt das Risiko der Altersarmut ein drängendes Problem für einen großen Teil der Bevölkerung.

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