100 Atomkraftgegner blockieren Bottrop gegen geplante Castor-Transporte mit radioaktivem Abfall
Janin Finke100 Atomkraftgegner blockieren Bottrop gegen geplante Castor-Transporte mit radioaktivem Abfall
Rund 100 Atomkraftgegner werden an diesem Wochenende in Bottrop auf die Straße gehen, um gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall zu protestieren. Die Demonstration richtet sich gegen die umstrittenen Castor-Transporte und folgt auf monatelange juristische Auseinandersetzungen sowie öffentliche Proteste. Die Aktivisten argumentieren, dass der Transport hochradioaktiven Materials auf der Straße unnötige Risiken berge.
Der Demonstrationszug startet um 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2 in Bottrop-Süd. Von dort aus werden die Teilnehmenden durch Wohngebiete in Bottrop-Fuhlenbrock ziehen und anschließend Brücken über die Autobahn überqueren. Die Polizei hatte die Route zunächst aus Sicherheitsbedenken gesperrt, doch die Organisatoren setzten sich in einem Gerichtsverfahren durch – der Marsch kann nun wie geplant stattfinden.
Die Transporte, die am 25. August 2025 genehmigt wurden, umfassen 152 Behälter mit Atommüll, die vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus gebracht werden sollen. Obwohl noch keine genauen Termine feststehen, scheiterten rechtliche Klagen von Umweltschutzorganisationen – darunter eine Klage des BUND NRW – am 9. Januar 2026. Die Aktivisten hoffen nun, mit Parolen wie 'Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn' Aufmerksamkeit zu erregen. Seit Januar gibt es kontinuierliche Proteste, bei denen Gegner vor möglichen Unfällen während des Transports warnen. Wann die Fahrten beginnen sollen, steht zwar noch nicht fest, doch die Vorbereitungen laufen.
Die Demonstration unterstreicht den anhaltenden Widerstand gegen die Castor-Transporte, die trotz aller Proteste rechtlich abgesegnet sind. Mit 152 Lkw-Ladungen, die durch Nordrhein-Westfalen rollen sollen, bestehen die Aktivisten darauf, dass die Risiken jeden Nutzen überwiegen. Die nun gerichtlich abgesicherte Route führt ihre Botschaft direkt in die Öffentlichkeit.






